16.09.2025
Liebe Eltern,
an dieser Stelle nochmal der allgemeine Hinweis, dass Sie sich alle Inhalte des Internetsauftritts mithilfe des Google-Übersetzers (links) übersetzen lassen können.
 
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Liebe Eltern,
uns als Lehrerinnen und Lehrer lhres Kindes ist es wichtig, dass alle Kinder lernen, respektvoll mit sich und mit den vielen verschiedenen Kindern in der Klasse und in der Schule umzugehen. Deswegen verwenden wir regelmäßig einen kleinen Teil unserer Lernzeit für die gezielte Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen für ein respektvolles Miteinander. Wir nutzen dazu das Programm TEAMGEISTER.

,,Was Hänschen nicht lernt ..." so lautet der erste Teil eines Spruchs, den Sie vielleicht von !hren Eltern kennen. Er weist uns darauf hin, das frühe Lernen wichtig zu nehmen. Der zweite Teil ,,... lernt Hans nimmermehr" stimmt so nicht ganz, wie wir heute durch Hirnforschung und Lebenserfahrung wissen. Auch der erwachsene Hans kann noch Vieles lernen, aber es fällt ihm manchmal etwas schwerer und es dauert auch oft etwas länger als bei Hänschen. Deswegen ist es wichtig, schon als Kind damit zu beginnen, Fähigkeiten zu üben, die Menschen fürs Leben brauchen.
 
Wenn Menschen gefragt werden, was sie für lhr Leben brauchen, werden die Antworten sicher sehr verschieden ausfallen, je nachdem wen man fragt. Menschen sind verschieden und haben verschiedene Wünsche und Bedürfnisse.

Wenn man Kinder im Grundschulalter auf dem Schulhof beobachtet, kann man ihre Bedürfnisse schnell erkennen. Die meisten Kinder sind gerne mit anderen Kindern zusammen, bewegen sich gerne, spielen und quatschen miteinander, lachen gerne und haben Spaß. Und in der Schule gehört natürlich auch das Lernen dazu, wenn auch - aus erwachsener Sicht leider - nicht immer an erster Stelle.

Wenn Kinder sich zwischen Lust und Vernunft entscheiden sollen, wählen sie oft die Lust, wei! ihre Vernunft noch nicht wirklich entwickelt ist. Vernünftig wäre es, wenn sie die Zeit in der Schule gut nutzen würden, um möglichst viel zu lernen. Aber Kinder wissen schon, was auch Erwachsene wissen: Was vernünftig ist, macht nicht immer Spaß - und wasSpaß macht, ist nicht immer vernünftig.

Es gibt allerdings Bedürfnisse und Fähigkeiten, die alle Menschen brauchen, um gut zusammen leben und arbeiten zu können. Diese Fähigkeiten hat d ie Weltgesu nd heitsorga n isation a ls,, Lebenskom petenzen" beschrieben. Dazu gehören zum Beispiel die Fähigkeiten, mit seinen Gefühlen gut umzugehen, Freundschaft zu schließen und zu pflegen, Probleme
zu lösen und viele weitere. Diese Fähigkeiten helfen Kindern (und auch Erwachsenen), gut mit ihren Mitmenschen umzugehen, die Herausforderungen des Zusammenlebens zu meistern und lebenstüchtig zu werden.
 
Um lebenstüchtig zu werden, ...
... braucht lhr Kind Aufgaben und Herausforderungen, die es bewältigen kann, um zu lernen, auf sich und seine Kraft zu vertrauen.
 
Auch wenn Sie alle häuslichen Aufgaben sicher besser und schneller erledigenkönnen als lhr Kind, geben Sie lhrem Kind trotzdem immer wieder sinnvolle Aufgaben, die es verstehen und schaffen kann. Vielleicht braucht es dazu zuerst lhre Hilfe, lhre Anleitung und Begleitung. Aber
wenn es merkt, was es kann, und wenn es dafür Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommt, wird sein Selbstvertrauen wachsen. Und gleichzeitig wird es eine positive Haltung und eine Zuversicht entwickeln, dass es auch zukünftige Aufgaben und Herausforderungen bewältigen
kann und dass es sich lohnt, sich dafür anzustrengen.
 
... braucht lhr Kind Eltern, die ihm Beispiel und Vorbild sind, damit es sich an ihnen orientieren, aber auch reiben kann. So vermitteln Sie lhrem Kind die Werte und die Eigenarten lhrer Familie.
 
Ob Sie es wollen oder nicht, Ihr Kind wird lhr Verhalten zu Hause, lhre Lebensart immer beobachten und als Beispiel nehmen. Vieles wird es jetzt oder später übernehmen, weil es Ihr Verhalten für normal hält. Bitte bekommen Sie jetzt aber keinen Schrecken. Alle Eltern machen Fehten niemand handelt immer vorbildlich.

lhr Kind wird Sie in ganz unterschiedlichen Situationen erleben - und dazu gehören gemeinsame Freude, aber auch Auseinandersetzungen. Mit seinen Eltern streiten zu lernen ist für ein Kind wichtig, weil es im Streit mit lhnen erfährt, was lhnen wichtig ist, worüber Sie sich ärgern oder aufregen, was Sie verteidigen und wofür Sie sich einsetzen. So lernt es lhre Werte kennen. Denn wenn lhnen die Ursache des Ärgers unwichtig wäre, würden Sie sich ja nicht ärgern oder aufregen.

Tipp: Sagen Sie lhrem Kind, was Sie ärgert, warum es Sie ärgert und was es beim nächsten Mal anders machen soll.
 
Damit stellen Sie das Verhalten in den Mittelpunkt des Streites und lhr Kind kann daraus lernen.

... braucht lhr Kind mit zunehmendem Alter Kontakt mit anderen Kindern, um gemeinsam mit ihnen das Leben zu trainieren.
ln der Beziehung zu Erwachsenen (Eltern, Lehrer) sind Kinder der schwächere Partner. Sie sind von den Erwachsenen abhängig. Ganz anders die Beziehungen zu Kindern: Zwischen ihnen herrscht erst einmal ein Gleichgewicht der Macht. Unterschiede zeigen sich dann beim Aushandeln gemeinsamen Spielens und Handelns, in unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen. lm Spiel sammeln sie Erfahrungen mit anderen Kindern. Sie lernen andere Meinungen kennen, verhandeln und nach Lösungen suchen. Sie setzen sich durch, geben nach oder finden einen Kompromiss. So werden sie immer teamfähiger und lebenstüchtiger.
 
Von besonderer Bedeutung für ein Kind sind Geschwister. Kinder fühlen genau, dass sie mit einem Bruder oder einer Schwester irgendwie auskommen müssen, auch wenn sie ihn oder sie - anders als Freundinnen oder Freunde - nicht selbst ausgesucht haben.
 
Allerdings hat die Zahl der Geschwister und auch die Zahl der Kinder überhaupt in den letzten Jahrzehnten beständig abgenommen. Auch das Freizeit- und Spielverhalten hat sich stark verändert. Kindheit findet heute weniger im freien Spiel, draußen und in Großgruppen statt, sondern mehr in kleinen Gruppen oder in Paaren, zu Hause und vor Bildschirmen.
 
Wenn immer mehr Kinder nur ein kleines oder gar kein soziales Netzwerk echter Menschen zum Spielen, zum Freuen und Streiten haben, fehlen ihnen Trainingsmöglichkeiten, um ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten zu stärken.

TEAMGEISTER schafft in der Schulklasse lhres Kindes immer wieder neue Gelegenheiten, ein soziales Miteinander geplant zu trainieren. Denn in der Schulklasse sind viele unterschiedliche Kinder; mit denen man prima das Zusammenleben erleben, erfahren und einüben kann. 

Die Klasse ist damit ein idealer Ort fürs soziale und emotionale Lernen.
 
Tipps für Eltern:
Ermöglichen Sie lhrem Kind vielfältige Kontakte mit anderen Kindern in !hrer Nachbarschaft, in lhrer Großfamilie. Fördern Sie das freie und unbeaufsichtigte Spie! und stärken Sie lhr Kind, entstehende Probleme mit anderen Kindern selbstständig zu lösen. So sammelt Ihr Kind Lebenserfahrung mit echten Menschen in einer echten Welt und nicht mit Filmen, Videospielen oder Computerspielen. Es darf eine Vielfalt echter Gefühle erleben und kann lernen, mit sich selbst und mit allen Menschen respektvolI umzugehen.

Und wenn lhr Kind später einmal das gute Gefühl hat, dass es Menschen gibt, die es gernhaben und die ihm helfen, wenn es sich selbst für liebenswert hält, wenn es respektvoll sich selbst und anderen gegenüber handelt und wenn es seine Probleme lösen und seine Gefühle steuern kann, dann lehnen Sie sich als Vater oder Mutter entspannt zurück:
 
Ihr Kind ist auf die Herausforderungen des Lebens gut vorbereitet.

V. i. S. d. P.: Team S.E.L. - Wilms GbR * Grauten lhl 6 * 48301 Nottuln * www.teamgeister-gs.de